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Kriegsgefangenen Lager handgefertigtes Heft
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Kriegsgefangenen Lager handgefertigtes Heft
Kriegsgefangenen Lager handgefertigtes Heft
Das Bild zeigt ein handgemaltes, kleines Erinnerungs- oder Skizzenbuch aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1945–1946) mit einer Darstellung eines Stacheldrahtzauns und der Aufschrift „P.W. Variete“ (wahrscheinlich für Prisoner of War Varieté / Kriegsgefangenen-Varieté) sowie „de Vivier 1945–46
Solche handgefertigten Hefte, Alben oder Zeichnungen wurden von Kriegsgefangenen in Lagern (wie Stalags oder Internierungslagern) angefertigt, um den harten Lageralltag zu bewältigen, kulturelle Aktivitäten wie ein Lager-Varieté zu dokumentieren oder Erinnerungen festzuhalten.
• Die Personen: Bei Oskar Petzold handelte es sich offenbar um einen der kriegsgefangenen Akteure im Lager, der aufgrund seiner Redegewandtheit oder seiner Rolle in der Theatergruppe liebevoll, als „Quasselstrippe“ bezeichnet wurde. Das Heft wurde ihm von den Kameraden (im Auftrag bzw. in Vertretung eines gewissen „Handschuh“) zum Abschied oder zur Erinnerung geschenkt.
• Die Kleinkunstbühne: Die Angabe „Kleinkunstbühne #17“ belegt, dass innerhalb des Lagers strukturierte Kultur- und Theatergruppen existierten. Die Gefangenen organisierten solche Vorstellungen oft mit einfachsten Mitteln zur moralischen Unterstützung und Ablenkung.
• Das Lager „Le Vivier“: Das Lager befand sich in Frankreich. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterhielt die französische Armee zahlreiche Dépôts de prisonniers de guerre (Kriegsgefangenenlager), in denen deutsche Soldaten interniert waren. Viele dieser Lager befanden sich an Orten mit Bezeichnungen wie Le Vivier (oft ehemalige Militärgelände, Gehöfte oder küstennahe Abschnitte im Norden oder Westen Frankreichs).
Namentlich werden weitere Kriegsgefangene benannt, 11 Seiten